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Freitag, den 03. September 2010 um 21:38 Uhr |
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Abtreibung (bisweilen auch herbegeführter Abort gennannt) ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Schwangerschaftsabbruch und bedeutet, dass eine Schwangerschaft absichtlich beendet wird. . Im Wörterbuch der deutschen Volkskunde von 1974 heißt es dazu:
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Abtreibung [...] In Sage und Rechtsanschauung allgemein verurteilt, wie die germ. Volksrechte (lex Salica, lex Bajuvariorum) schwere Strafen, selbst den Tod darauf setzten und auch die Kirche die Abtreibung verfolgt, wenn auch in schwankender Rechtsprechung. Wenn trotzdem die gebräuchlichen mechanischen (Springen, Aderlassen), innerlichen (Aufguß von rostigen Nägeln, Genuß von Taxus, Aloe, Sebenbaum, Mutterkorn u.a.) und magischen Mittel so zahlreich sind [...], so lagen die Gründe vor allem früher oft in sozialer Not und in der moralischen Verfemung und rechtlichen Benachteiligung der unehelichen Mutter und ihres Kindes. Heute sind es Wohlstand ebenso wie Lebensegoismus ("Selbstverwirklichung"), die vielfach das Ein- und Zwei- oder das Keinkindersystem bevorzugen lassen. [...]
Die Zahl der Abtreibungen erreicht die der Geburten. Eine grundstürzende Wandlung trat mit der allg. Verbreitung der "Antibabypille" ein, deren Wirkung auf Gesundheit, Fruchtbarkeit und allgemeine Lebensführung wir freilich heute noch nicht abzuschätzen vermögen. 1970 übertraf in der BRD die Sterbeziffer zum erstenmal die der Geburten. Für die Zukunft verspricht man sich die Erhaltung der Bevölkerungsziffer von der Einbürgerung von Gastarbeitern. [...]
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 08. April 2011 um 22:33 Uhr |